Abschaffung des Gebrauchtmarkts
Rhys Elliott von Alinea Analytics nennt das Unterbinden des Gebrauchtspiel- und Verleihgeschäfts als Haupttreiber. Jeder Wiederverkauf oder Verleih nach dem Erstkauf lenke Einnahmen von Rockstar und Take-Two weg. Ein Code in der Box stelle sicher, dass jedes verkaufte Exemplar Einnahmen zum vollen Preis erzeugt, ohne spätere Weitergabe. Zudem könne der Publisher so künftige Rabatte selbst festlegen statt der Händler.
Schutz vor Leaks und Spoilern

Elliott ergänzt, dass das Format das Risiko verringert, dass physische Exemplare vor dem offiziellen Termin auftauchen, was bei Disc-Lieferungen immer wieder vorkommt. Das Vorladen beginnt am 12. November, das Spiel bleibt jedoch bis zum 19. November gesperrt. Auch abgezweigte Boxen bieten daher vor dem Release keine spielbaren Inhalte.
Kosten und Verkaufskontext
Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis beschreibt das Code-in-Box-Modell als günstigere Möglichkeit, Käufer im Handel zu erreichen, ohne vollständige Disc-Produktion. Mat Piscatella von Circana und Daniel Ahmad von Niko Partners weisen darauf hin, dass digitale Verkäufe bei PS5- und Xbox-Series-X|S-Software bereits dominieren. Die Entscheidung passe damit zu langfristigen Trends, die Anfang der 2010er-Jahre begannen. Piscatella erklärt, das Fehlen einer Disc werde angesichts der Nachfrage nach dem Titel keine spürbaren Auswirkungen auf das Verkaufspotenzial haben.